Warm, sonnig, fröhlich, friedlich: Der 39. Evangelische Kirchentag in Hannover. Die ganze Stadt war vom 30. April bis 4. Mai voll mit Christen mit dem Motto-Schal in Pink: Mutig, stark, beherzt.
Die Ev. Gehörlosenseelsorge hatte einen schönen bunten Stand auf der Messe. Hier gab es gute Gespräche, guten Kuchen, Infos und Spiele zur Gebärdensprache und wir haben Spenden gesammelt für die Gehörlosenschule in Tansania. Die Gebärdendolmetscher haben sehr gut große Gottesdienste und Veranstaltungen übersetzt und Gehörlose hatten reservierte Plätze direkt in der 1. Reihe. Ich habe eine Stadtführung durch Hannover erlebt in Gebärdensprache. Ganz in der Stille gingen 70 Personen mitten durch die laute Stadt und hatten ganz viel Spaß miteinander.
Das Lied zum Kirchentag ist auch ein sehr schönes Gebärdenlied: Mutig, stark, beherzt gehen wir auf dem Weg voran und glauben ganz fest daran: dass Gott für uns ist und niemand uns trennen kann von dieser Liebe, die uns eint!
Ich fahre bestimmt wieder auf den nächsten Kirchentag in 2 Jahren in Düsseldorf!
Ute Bätzing
Am 26. April war in Bad Hersfeld die Museumsnacht. Das bekannteste Museum ist das „Wortreich“. Dort haben Pfarrerin Ute Bätzing und Mitglieder der Hersfelder Gehörlosengemeinde Workshops angeboten.
Sie haben den Besuchern gezeigt, wie man mit den Händen reden kann. Anschließend gab es Führungen durch das Museum mit gemeinsamen Spielen. Wir haben viel gelernt über Kommunikation. Hörende und gehörlose Personen hatten gemeinsam viel Spaß.
Ute Bätzing
Am Ostermontag feierte die Gehörlosengemeinde in Fulda einen besonderen Gottesdienst. Warum? Klar, es war Ostern. Und deshalb war es auch möglich, den Ostergarten in der Christuskirche zu besuchen. Der Ostergarten ist eine Ausstellung mit vielen verschiedenen Stationen, die die Geschichte Jesu vom Einzug in Jerusalem bis hin zur Kreuzigung und Auferstehung zeigt. Gleichzeitig laden viele Stationen ein, persönlich mitzumachen.
Pfrin. Sperzel präsentierte vier Stationen und wies auf die Passionsbilder des Künstlers Hans-Peter Schmücker hin.
Danach hatten alle noch die Möglichkeit, einzelne Stationen in Ruhe anzuschauen.
Mit der Feier des Abendmahls fand der Abschluss im Haus Oranien statt.
Dank der tollen Kuchenspenden war der anschließende Gemeindenachmittag festlich und köstlich.
Ein herzliches Dankeschön auch der ev. Kirchengemeinde Christuskirche für die Einladung und Umsetzung.

Von sechs Uhr abends bis sechs Uhr morgens ist es dunkel in Tansania. Deshalb brennen in den Häusern der Gehörlosenschule Mwanga Licht. Auch draußen gab es ein paar Lampen – deshalb war die Stromrechnung immer so hoch. Jetzt gibt es viele Solarlampen. Es ist jetzt viel heller. Die gehörlosen Kinder sind begeistert.
Ihr habt das mit Euren Spenden möglich gemacht.
Bitte unterstützt die gehörlosen Kinder weiter:
Deutsche Gehörlosenmission
IBAN: DE04 2135 2240 0200 0028 30
„Kia orana!“, so begrüßen sich die Menschen auf den Cook Inseln. Kia orana bedeutet mehr als nur „Hallo“ – es bedeutet: Meine Wünsche für dich: Du sollst lang und gut leben. Du sollst strahlen wie die Sonne. Du sollst tanzen, wie die Wellen im Meer, tanzen wie die Wellen am Strand!
So begrüßte die Vorbereitungsgruppe der Gehörlosengemeinde Kassel die Besucher im Gemeindehaus der Kirchengemeinden Dennhausen/ Dittershausen (bei Kassel) zum Welt-Gebets-Tag.
Der Welt-Gebets-Tag wird jedes Jahr weltweit im März gefeiert und jedes Jahr bereitet ihn ein anderes Land vor und zeigt dabei das eigene Land und die Probleme des Landes. Dieses Jahr waren die Cook Inseln Vorbereitungsland.
Vor dem Gottesdienst zeigte Rita Hesse-Brand Bilder von den Cook Inseln und berichtete über Land und Menschen dort. Die 15 Inseln liegen mitten im Pazifischen Ozean zwischen Neuseeland und Südamerika.
Danach begann der Gottesdienst mit der Begrüßung „Kia orana!“ als gemeinsames Gebärdenlied. Im Gottesdienst wurden die Berichte von drei unterschiedlichen Frauen der Cook Inseln erzählt. Besonders die Erzählung eines 15jährigen Mädchens beeindruckte. Sie erzählt von der Unterdrückung der Maori-Sprache und deren Kultur – viele erinnerten sich an die Zeiten der unterdrückten Gebärdensprache…
Nach Gebet und Segen hat die hörende Gemeinde uns zu Kaffee und Kuchen eingeladen – das Gemeindehaus war reich geschmückt mit Gegenständen aus der Südsee – Palmen, Muscheln und Kokosnüssen.
Herzlichen Dank an die Gemeinde in Dennhausen/ Dittershausen für die Einladung und einen großen Dank an den Gebärdenchor Kassel für die Vorbereitung und Feier des Welt-Gebets-Tages.
Die hörenden Gäste waren beeindruckt und hoffen, dass wir auch im nächsten Jahr mit ihnen feiern.
Wir hoffen auch wieder dort Gast zu sein – dann kommt der Welt-Gebets-Tag aus Nigeria mit dem Titel „Kommt! Bringt eure Last“.
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