Manchmal flackerte das Licht, manchmal war es zu dunkel im Saal des Gehörlosenzentrums in Kassel. Es musste etwas gemacht werden!
Jetzt in den Sommerferien wurde das Gehörlosenzentrum geschlossen und mit den Renovierungsarbeiten begonnen. Nicht nur die Lampen wurden ausgetauscht, sondern auch die Decke neu gemacht, die Wände gestrichen.
Manchmal konnten wir neugierig den Saal ansehen, dann konnte man die fleißigen Arbeiter sehen, die in ihrer Freizeit Saal und Thekenbereich neu gemacht haben. Respekt und Dank für die tolle Arbeit – fürs Malen, Schleifen, Putzen, Kabel ziehen, Auf- und Ausräumen, Abkleben und viel mehr – kurz: für viel Arbeit und ein tolles Ergebnis.
Am Freitag, 5. September 2025 wurde Manuela Strube ins Gehörlosenzentrum eingeladen. Frau Strube ist Staatssekretärin im Hessischen Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend, Soziales und übergab dem Gehörlosenverein den Förderbescheid (Geld) für das Projekt und informierte sich über den Stand der Maßnahmen und welche Projekte in Zukunft noch gemacht werden sollen.
Hella Hänsch, Vorsitzende des Allgemeinen Gehörlosenvereins und Marc Hoffman, „Projektleiter“ für den Um- und Ausbau nahmen den Förderbescheid entgegen, gaben Auskunft über die Tätigkeiten und informierten über Probleme und weitere Maßnahmen.
Auf der Veranstaltung konnten wir einen Teil des renovierten Saals sehen. Das Licht ist viel besser geworden – hell, ohne zu blenden – Plaudern, gutes Sehen und Verstehen ist wieder möglich!
Noch sind die Renovierungsarbeiten nicht abgeschlossen. Der zweite Teil des Saals muss noch eingeräumt werden und die Theke neu aufgebaut. Aber was wir schon sehen konnten: Das wird auch sehr gut!
Die Renovierungsarbeiten sind nur ein Schritt. In Zukunft kommt noch zum Beispiel, die Einrichtung eines Schulung- und Besprechungsraums und die Tür- und Klingelanlage.
Am Samstag, 6. September trafen sich zahlreiche Menschen im Schlosspark in Gelnhausen-Meerholz. Grund war ein großes Tauffest. 18 Kinder und junge Erwachsene wurden getauft. Viele Menschen waren da, um gemeinsam zu feiern, zu beten und Gott um seinen Segen zu bitten. Es war ein tolles Fest mit vielen schönen Begegnungen. Vielen Dank an alle, die diesen besonderen Gottesdienst geplant und vorbereitet haben.
Hier der Zeitungsartikel der GNZ (Gelnhäuser Neuen Zeitung): hier klicken
Pfarrerin Clara Sperzel
Die Bad Hersfelder Gehörlosengemeinde hat sich sehr mit Petra und Jürgen Heidler gefreut, als vor einem Jahr das Enkelkind Marlon Stumpf geboren wurde. Am 6. September, genau zum 1. Geburtstag von Marlon wurde er in einem Gartengottesdienst von Pfarrer Heinisch und Pfarrerin Bätzing getauft. Es war ein sehr schöner inklusiver Gottesdienst mit vielen Kindern bei bestem Wetter. Die Kinder haben geholfen, den Altar aufzubauen und das Taufwasser einzugießen. Danach haben sie für Marlon ganz viele Herz-Luftballons aufgeblasen. Sie zeigen die Kraft und die Liebe, die Gott mit der Taufe schenkt: „Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit!“. Pfarrerin Ute Bätzing
Am 2. September 2025 war die Beerdigung von Eve-Marie Stracke, geb. Schütrumpf, auf dem Friedhof in Bad Hersfeld. Sie war am 6. August 2025 im Hospiz in Oberursel gestorben. Frau Stracke war 71 Jahre alt. Die beiden Söhne mit ihren Familien aus Frankfurt waren gekommen, viele Bad Hersfelder Verwandte und Freunde und natürlich die Bad Hersfelder Gehörlosengemeinde. Der Gebärdenchor hat ein Lied gebärdet. Pfarrer Heinisch und Pfarrerin Bätzing haben die Trauerfeier gemeinsam gehalten. Der Bibeltext war aus Psalm 31,6: „In Deine Hände befehle ich meinen Geist, du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott!“ Alle waren sehr traurig und haben sich an früher erinnert, als Eve und Rainer Stracke in Bad Hersfeld ein schönes Zuhause hatten. Jetzt sind sie nebeneinander begraben. Pfarrerin Ute Bätzing
Am 31. August 2025 wurde Pfarrer Bernd Hochschorner in Homberg von Pfarrerin Birgit Inerle in den Ruhestand verabschiedet. Pfarrer Hochschorner bedankte sich bei allen, die ihn von Anfang an freundlich angenommen und liebevoll unterstützt haben. Deshalb war das Thema des Gottesdienstes: „Gott schaut mich freundlich an und ich lebe aus seinem liebevollen Blick“. 20 Jahre lang war Pfarrer Hochschorner Gehörlosenseelsorger mit ¼ Stelle, aber mit ganzem Herzen. Deshalb wurde er auch sehr herzlich verabschiedet von ganz vielen Menschen aus unseren Nordhessischen Gehörlosengemeinden. Beim Abschiedsfest mit Gottesdienst, Grußworten und Kaffee-Nachmittag konnte jeder persönlich Pfarrer Hochschorner „Danke“ sagen und ihm Gottes Segen für den Ruhestand wünschen. Er bekam Präsentkörbe und 2 bunt geschmückte Bäume: Einen Apfelbaum und einen Feigenbaum. Sie sollen zeigen, wie bunt und vielfältig seine Arbeit war: Er war engagiert, freundlich, neugierig, ein guter Seelsorger und er strahlte Ruhe aus. Wichtig war ihm die Verbindung seiner beiden Gemeinden: Der Hörenden und der Gehörlosen. Pfarrer Heinisch zeigte, wie man mit einer Flasche Wein und einem Rückspiegel für das E-Bike gut in den Ruhestand starten kann: Gemütlich zurückschauen und den neuen Lebensabschnitt sportlich nehmen.
Es war der letzte Gottesdienst im Gemeindehaus in Homberg. Deshalb gab es noch mehr „Dankeschön“:
Danke Herrn Drugin als Kirchenvorsteher. Viele weinten, als er seiner Frau für die Unterstützung danke sagte.
Danke Frau Schneider und Frau Keim, die immer für Kaffee und Kuchen sorgten.
Danke der hörenden Gemeinde Homberg und Pfarrer Heidelbach für die Gastfreundschaft im Gemeindehaus.
Das Holzkreuz, das Herr Drugin selbst geschreinert hat, zieht jetzt um nach Bad Hersfeld. Dort ist der erste gemeinsame Gottesdienst der beiden Gemeinden am 14. September mit ihrer Pfarrerin Ute Bätzing.
HNA-Artikel über Pfarrer Bernd Hochschorner - hier anklicken
Mehr Bilder von der Verabschiedung in der »Bildergallerie« (Danke an Klaudia Geisel :)
