Am 1. Adventswochenende traf sich die Gehörlosengemeinde Hanau, um sich auf die Adventszeit einzustimmen. Es war ein gemütlicher Nachmittag mit leckeren Hefezöpfen, die vom Gehörlosenverein spendiert wurden.
Vielen herzlichen Dank dafür!
Im Gottesdienst wurde der Gemeindevorstand der ev. Gehörlosengemeinde offiziell eingeführt. Sebastian Sonntag ist wieder gewählt und Jürgen Steinhäuser ist neues Mitglied im Gemeindevorstand. Vielen Dank für die Bereitschaft euch für die ev. Gehörlosengemeinde zu engagieren!

Am Donnerstag, 20. November 2025 ist Inge Dölling, geb. Lindner ganz plötzlich gestorben. Sie wollte am 3. Dezember zur Adventsfeier nach Bad Hersfeld kommen und am 4. Dezember ihren 77. Geburtstag feiern, aber plötzlich hat ihr Herz aufgehört zu schlagen. Die Gemeinde in Bad Hersfeld ist sehr traurig: ihr Platz ist jetzt leer. Sie war immer da. Sie war immer freundlich und fröhlich. Am Altar hängt ein Tuch mit Kreuz und Gebärdenhänden: das hat sie selbst genäht. Nähen war ihr Beruf. 1980 hat sie Kurt Dölling geheiratet. Sie haben Tochter Sylvia bekommen und 2 Enkel: Joshua und Isabella. Kurt und Inge waren mehr als 40 Jahre lang sehr engagiert in der Gehörlosengemeinde in Bad Hersfeld. Kurt starb im Januar 2024. Jetzt sind ihre Urnen nebeneinander auf dem Friedhof in Knüllwald-Rengshausen. Viele Menschen haben am 4. Dezember die Trauerfeier besucht. Pfarrerin Knüppel aus Rengshausen hat bei der Trauerfeier gesagt: 2 Dinge sind wichtig:
Auf Gott vertrauen und sich an schöne Momente erinnern!
Pfarrerin Ute Bätzing

Im Frühjahr und im Herbst treffen sich Menschen aus allen Ber eichen unserer Landeskirche von Kurhessen-Waldeck in Hofgeismar. Sie beraten über die Zukunft unserer Kirche. Dieses Kirchenparlament heißt „Synode“. Zur Herbstsynode am 25. und 26. November war die Gehörlosenseelsorge eingeladen. In persönlichen Gesprächen haben Lutz Käsemann, Clara Sperzel, Stefanie Böker und Ute Bätzing den Synoden-Abgeordneten erklärt, wie schön und wichtig die Arbeit in der Gehörlosenseelsorge ist. Wir waren ein großes „Team Seelsorge“ mit den Pfarrern aus den Krankenhäusern, der Notfallseelsorge, der Telefonseelsorge, der Schul- oder Studenten-Seelsorge…. Unser Team wird geleitet von Pfarrerin Birgit Inerle aus Kassel. Die Synode hat über die Kirchenvorstandswahl gesprochen. Gemeinsam wurde überlegt, wie sich die Gemeinden in der Zukunft entwickeln können. Die Synode hat beschlossen, die Ausbildung und Fortbildung ihres Personals und ihrer Mitglieder zu verbessern. Die Kirche bekommt von ihren Mitgliedern Kirchensteuern und Spenden.
Auf der Synode wird entschieden, wie das Geld verwendet wird. Wir haben gezeigt: In der Gehörlosenseelsorge wird das Geld gebraucht, damit gehörlose Christen gleichberechtigte Kirchenmitglieder sind: Wir machen lebendige Gemeindearbeit in Gebärdensprache.
Pfarrerin Ute Bätzing

Nachdem das Angebot „Klettern inklusiv“ des Deutschen Alpen Vereins (DAV) in Kassel so gut angenommen wurde, haben einige entschieden: Wir wollen Klettern und Sichern lernen.
Eine der Trainerinnen von „Klettern inklusiv“ hatte Zeit und wir trafen uns an drei Terminen in der Kletterhalle.
Es wurden Knoten geübt, Einbinden am Seil, unterschiedliche Sicherungsgeräte gezeigt und vor allem das Sichern bei Auf- und Abstieg. In der ersten Stunde dachten alle: „Das lerne ich nie!“ und „Heute Nacht träume ich vom Achter-Knoten!“ Aber beim nächsten Treffen klappte es immer besser. Beim dritten Treffen hat die Gruppe vor allem das Sichern geübt – vor allem wenn der Kletterer deutlich schwerer ist…. also musste der Dickste ständig klettern (Pfr. Käsemann 😉).
Am Ende des Kurses sagte die Trainerin, Christiane Ott, dass alle gut bestanden haben und andere Menschen ihr Leben ihnen anvertrauen können!
Herzlichen Glückwunsch an:
Karl Heinz Borzych, Dirk Hänsch, Ramona Most und Inge Tschirner
Die Vier können beim nächsten „Klettern inklusiv“ selbst klettern und auch andere Menschen sichern! Vielleicht entsteht auch bald eine eigene gehörlose Klettergruppe!?
Evangelische Gehörlosenseelsorger aus ganz Deutschland haben sich vom 10. bis 14. November zum DAFEG-Seminar in Kassel getroffen. Wir haben gemeinsam ausprobiert, wie Gottesdienste noch schöner gemacht werden. Eine Pfarrerin ist gehörlos, eine Pfarrerin ist CODA (Kind gehörloser Eltern), die anderen sind hörend.
Wir haben viel von den anderen gelernt. Gemeinden haben verschiedene Probleme. Landeskirchen haben weniger Geld. Dolmetsch-Kosten sind hoch. Wir haben überlegt, wie wir uns helfen können.
3 Pfarrer aus Hessen waren dabei: Lutz Käsemann, Ute Bätzing und Kerstin Groß.
Pfarrerin Ute Bätzing
