Die Gehörlosengemeinde besuchte am Samstag, 15. Februar das Bad Hersfelder Stadtmuseum. Im Museum kann man sehen, wie die Menschen früher in Bad Hersfeld gelebt haben. In dem alten, schönen Gebäude direkt neben der Stiftsruine werden aber auch viele moderne Kunstwerke gezeigt. Der Kunstverein Bad Hersfeld hat 50 Kunstwerke zum Thema „Licht und Schatten“ gemalt und gestaltet. Sie wurden im Januar und Februar im Museum gezeigt. Einige von uns machen selbst zuhause gerne Kunst: Sie malen, häkeln, nähen oder basteln kunstvolle Sachen. Es hat Freude gemacht, durch die Ausstellung zu gehen. Einige Kunstwerke haben die Schattenseiten im Leben gezeigt: Krieg, Armut, Angst und dunkle Gestalten. Andere Kunstwerke zeigten Landschaften mit Sonne und bunten Farben. Manche Künstlernamen kannten wir auch. Wir haben uns gegenseitig viel zu den Kunstwerken erzählen können. Danach haben wir den Ausflug in einem türkischen Café am Linggplatz beendet. Wir freuen uns schon auf die nächste Ausstellung und kommen bestimmt wieder. Das Museum ist kostenlos. Offen ist es: Dienstag bis Samstag 10-12 Uhr und 14-17 Uhr, Sonntag 11-17 Uhr.
Pfarrerin Ute Bätzing

Am Mittwoch, 12. Februar hat der Seniorenclub Marburg zur Faschingsfeier eingeladen. Endlich konnte wieder im neu renovierten Gehörlosenzentrum am August-Bebel-Platz in Marburg-Cappel gefeiert werden.
Pfarrerin Ute Bätzing hat sich als Marienkäfer verkleidet und mitgefeiert. Sie hat sich rote Flügel umgehängt.
Das sollte zeigen: Wir haben Glück: Gott schenkt unserer Seele Flügel. Das macht das Schwierige im Leben leichter. Dazu hatten wir Spaß mit Luftballons. Das Seniorenteam hat die Tische mit Luftschlangen und bunten Hüten dekoriert und alles schön vorbereitet. Bei Kaffee und Kräppel haben wir lange und fröhlich Fasching gefeiert.
Pfarrerin Ute Bätzing
Am 27. Januar 2025 verstarb Hermann Hahn aus Mellnau. Er wurde 98 Jahre alt. Trotz seines Alters war sein Tod überraschend - bis zuletzt war er rüstig und aktiv.
Am 12. Februar verabschiedeten wir uns von Herrn Hahn auf dem Friedhof in Mellnau. Viele Menschen waren gekommen, denn der Verstorbene war in vielen Vereinen und Organisationen aktiv.
Wir trauern mit seiner Familie, besonders seiner Ehefrau Elisabeth und seinen Töchtern Inge und Ute.
Gott begleite Euch auf diesem schweren Weg und schenke Euch die Erinnerungen an gute gemeinsame Tage.
In vielen Städten sind Menschen auf die Straßen gegangen, um für Demokratie und Vielfalt zu demonstrieren. In den Wochen vor der Bundestagswahl haben auch in Kassel verschiedene Organisationen zu Demonstrationen aufgerufen.
Einige der Organisatoren haben auch an Barrierefreiheit gedacht und die Kundgebungen werden in Gebärdensprache gedolmetscht. Wir hoffen, bald alle Kundgebungen mit Dolmetschern!
Deshalb marschieren auch wir mit und zeigen, dass wir für Vielfalt und Demokratie sind und „rechte Gesinnungen“ hier keinen Platz haben!
Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee (sowjetische Soldaten) das Konzentrationslager Auschwitz. Am 27. Januar ist Holocaust-Gedenktag in Deutschland.
In Kassel gedachten wir der jüdischen Menschen, die aus ganz Nordhessen und Kassel kamen. Sie mussten zu dem Sammellager der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) kommen (heute Arnold-Bode-Schule: Schillerstraße/ H.v. Fallersleben Str.). Von dort aus wurden sie zum Hauptbahnhof getrieben. In Viehwagons wurden sie dann ins Ghetto Riga, ins Konzentrationslager Majdanek und ins Ghetto Theresienstadt deportiert. Nur wenige Menschen überlebten die Zeit in Ghetto und Konzentrationslager.
Für den 27. Januar 2025 wurde aufgerufen, der vielen deportierten und vernichteten jüdischen Mitmenschen zu gedenken. Vom Hauptbahnhof aus bildete sich eine Menschenkette bis zur Bode-Schule, dem ehemaligen Sammellager. Viele Menschen trugen Namensschilder – die Namen der Deportierten und deren Alter, als sie den Weg durch Kassel gehen mussten und unter den Augen der Mitbürger die „Wagons in den Tod“ bestiegen.
Auch Menschen aus der Gehörlosengemeinde waren dem Aufruf gefolgt und hatten sich in die Menschenkette eingereiht.
Es ist ein wichtiges Erinnern und Gedenken. Da es heute Menschen gibt, die die Nazi-Zeit vergessen wollen und von den Millionen Opfern nichts wissen wollen.
Wir werden die Vergangenheit lebendig halten und den Opfern der Gewalt ein erinnerndes Gedenken bewahren.
